In zahlreichen Bundesländern feiern die SchulKinoWochen Jubiläumsausgaben. Es erfüllt uns mit Stolz, auf die Anfänge dessen zurückzublicken, was heute das größte Filmbildungsprojekt Deutschlands ist. Die Filmbranche und die Filmpolitik waren sich von Beginn an einig: Filmbildung muss stärker in den Fokus rücken und der entscheidende Ansatz findet sich in der Schule. Kinofilme als sinnlichen Erfahrungsraum und das Kino selbst als Lern- und Kulturort zu betrachten, das gehörte damals wie heute zu den Kernelementen unserer DNA. Die technischen Entwicklungen und die marktwirtschaftliche Realität haben eine Wirklichkeit der Medienrezeption entstehen lassen, die zu permanenter Auffindbarkeit und kurzer Aufmerksamkeitsspanne führt. Umso wichtiger sind unsere Angebote geworden. Neben den ästhetischen Bewusstwerdungsprozessen stehen in der gesellschaftlichen Gegenwart das soziale Miteinander im Mittelpunkt, das konzentrierte Sehen, das Sprechen können über einen Film und die Fähigkeit, unterschiedliche Sichtweisen auf Inhalt und Form zu tolerieren und in die eigene Meinungsbildung einzubeziehen. Diese Kompetenzen sind zunehmend notwendige Ansprüche an unsere Arbeit, genauso wie das Selbstwirksamkeitserleben und die aktive Teilhabe von jungen Menschen. Wichtig bleibt dabei immer, Kindern und Jugendlichen ein niedrigschwelliges kulturelles Angebot zu unterbreiten, das die Demokratie stärkt.
Mein außerordentlicher Dank geht an die Projektverantwortlichen bei der VISION KINO, den Kolleg*innen in den Projektbüros der Länder, den freien Filmvermittler*innen, den Kreativen, den Kinos und Verleihfirmen und natürlich den Unterstützer*innen und Fördernden in Bund und Ländern. Mit ihrem Engagement und den finanziellen Mitteln machen sie ein solches SchulKinoWochen-Programm überhaupt möglich und schaffen die Voraussetzung dafür, unsere Angebote ganzjährig weiterzuentwickeln.
Ihr
Leopold Grün
Geschäftsführer der VISION KINO